Pilotprojekt für mehr Verkehrssicherheit auf Saarlands Straßen

14.09.2009
Verkehrssicherheitsarbeit bleibt eine Daueraufgabe. Eine Herausforderung, der wir uns immer wieder stellen müssen, um dem Leid, das mit jedem einzelnen Verkehrstoten und Verletzten verbunden ist, entgegen zu wirken."

Das sagte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des Pilotprojektes "Viewpoint-Blickanalyse" durch den Systementwickler und Institutsleiter Prof. Pfleger vom Wiener EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung.

"Mit der Anwendung der "Viewpoint-Blickanalyse" an neun Unfallhäufungsstrecken im Saarland wenden wir damit das derzeit modernste Verfahren an, um das Blickverhalten von Fahrzeugführern zu analysieren", so Minister Rippel weiter.

Dank moderner Technik kann man Unzulänglichkeiten und Gefahrensituationen im Straßenraum durch die Brille des Verkehrsteilnehmers aufzeichnen und auswerten. So werden etwa Stellen visualisiert, die die Autofahrer ablenken, die Sicht nehmen und zur Informationsüberflutung und damit zur allgemeinen Überforderung führen. Das System prüft, ob der Fahrzeugführer Verkehrsschilder oder den Straßenverlauf überhaupt richtig erkennen kann. Minister Rippel:" Es geht also um Gefahrensituationen, die oftmals gar nicht bewusst wahrgenommen werden. Mit dem Ergebnis der Untersuchung können wir sehr zufrieden sein. Wir haben wertvolle Anregungen erhalten, wie wir zum Teil schon langjährige Unfallschwerpunkte besser entschärfen können."

Über die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen in der Folge die Unfallkommissionen im Land beraten. Unfallkommissionen sind auf Kreisebene angesiedelt und setzen sich zusammen aus Vertretern von Polizei, Straßenverkehrs- und Baubehörde. Sie analysieren in erster Linie die Konfliktsituationen, die an einer Stelle oder in einem bestimmten Streckenabschnitt immer wieder zu den gleichen Unfällen führen. Mit Hilfe der "Viewpoint-Blickanalyse" kann künftig in schwierigen Fällen die örtliche Unfalluntersuchung auch aus Sicht des Fahrzeugführers geführt werden.

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