Fairer Handel - Bundesweiter Startschuss zur Aktionswoche in Saarbrücken

14.09.2009

Mit einem synchronen Startschuss im Rathaus-Festsaal in Saarbrücken, erste Fairtrade-Stadt Deutschlands, und vor dem Brandenburger Tor in Berlin beginnt am Montag, 14. September, 11 Uhr, offiziell die 8. Faire Woche.

 

Veranstalter ist Transfair e.V.,  der Verein zur Förderung des Fairen Handels in Deutschland. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Erich Stather, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), werden gleichzeitig 1000 Ballons steigen lassen und damit einmal quer durch die Republik ein Zeichen für mehr Fairen Handel setzen. Per Videoschaltung wird der Beginn der Fairen Woche in beide Städte übertragen.

 

An der bundesweiten Aktionswoche unter dem Motto „Perspektiven schaffen – Fair Handeln!“ mit bundesweit mehreren Tausend Veranstaltungen beteiligen sich auch die Aktiven des Fairen Handels in Saarbrücken mit insgesamt 25 Veranstaltungen. „Ihnen allen möchte ich danken für ihr vorbildliches Engagement. Sie haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Aktionswoche leistet einen weiteren wichtigen Beitrag, den Fairen Handel als menschlichere Art des Wirtschaftens im Bewusstsein der Menschen zu verankern und in der Gesellschaft zu etablieren“, erklärte Oberbürgermeisterin Britz.

 

Die ersten Veranstaltungen der Aktionswoche beginnen bereits vor dem Startschuss. Los geht’s am Samstag, 12. September, 10 Uhr, mit einer Fairen Radtour vom Weltladen Saarbrücken in der Evangelisch-Kirch-Straße zum Weltladen in St. Ingbert mit einer Fair-Führung im Botanischen Garten an der Universität des Saarlandes.

 

Das komplette Programm steht im Internet unter www.saarbruecken.de und www.sb-erste-fairtrade-stadt.de zum Download bereit. Es liegt zudem an verschiedenen Stellen in der Stadt aus, unter anderem an der Infotheke im Rathaus St. Johann.

 

Saarbrücken bewirbt sich als „Hauptstadt des Fairen Handels“

 

Die Stadtverwaltung sieht die Auszeichnung zur ersten Fairtrade-Stadt in diesem Jahr durch TransFair e.V. als Verpflichtung. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Wir haben inzwischen alle großen Unternehmen in der Stadt und die städtischen Tochterbetriebe angeschrieben und um Engagement in Sachen Fairer Handel gebeten. Wir hoffen so eine weitere Verbreiterung des Themas zu erreichen und den Anteil fairer Produkte zu erhöhen. Erste positive Rückmeldungen stimmen uns zuversichtlich, dass wir mit unserem Anliegen Erfolg haben“, erklärte die Verwaltungschefin.

 

Britz weiter: „Nun ist es unser Ziel, als ‚Hauptstadt des Fairen Handels 2009’ ausgezeichnet zu werden.“ Die Bewerbung hat die Stadt gemeinsam mit dem Saarbrücker Bündnis „Saarbrücken erste Fairtrade-Stadt“ (u. a. Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland/NES, Weltladen Kreuz des Südens, Fair-Handelszentrum Südwest, Verbraucherzentrale Saarland) bei der von Bund, Ländern, Kommunen und verschiedenen Organisationen getragenen „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (www.service-eine-welt.de) eingereicht. Die Preisverleihung findet am 16. September in Düsseldorf statt, das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro wird auf fünf Kommunen aufgeteilt.

 

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:
Verwaltung der Landeshauptstadt: Christian Bersin, E-Mail: christian.bersin@saarbruecken.de,
Telefon (0681) 905-1457.

 

Bündnis „Saarbrücken erste Fairtrade-Stadt“: Fleurance Laroppe, E-Mail: f.laroppe@bioinf.uni-sb.de, Telefon (0681) 852980.

 

Hintergrund:


Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1000 Fairtrade-gesiegelte Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. Sie sind in 30.000 Supermärkten, Naturkostgeschäften, allen Weltläden und in 10.000 gastronomischen Einrichtungen erhältlich.

 

Weitere Infos zu Transfair e.V. im Netz unter: www.transfair.org

 

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